Wahrnehmung und Erkennen von Gefahren und deren Folgen. In Arbeitssituationen mit Gefährdungspotential müssen nicht nur die Anforderungen, die von der Arbeitsaufgabe ausgehen, wahrgenommen werden, sondern auch Gefahren und Gefahrensignale, die Bestandteil der Aufgabe selbst sind oder die von außerhalb der Aufgabe kommen. Diese Gefahrenwahrnehmung oder - weiter gefaßt - Gefahrenkognition soll dem Handelnden ein internes Gefahrenmodell liefern, d.h. die subjektive Repräsentation der objektiven Gefahren. Gefahrenkognition beschränkt sich nicht nur auf die Wahrnehmung der Gefahr, sondern bezieht sich auch auf die Abschätzung der Folgen einer Gefährdung und des Risikos, die mit einer Arbeitssituation verbunden sind.
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